KI

Von der Ausschreibung zum Angebot in 3 Stunden — wie KI den Mittelstand revolutioniert

Wie ein KI-System den Prozess der Angebotserstellung von mehreren Tagen auf wenige Stunden reduziert — mit realen Zahlen.

10. Februar 2025·7 Min. Lesezeit·Tessafold

Das Problem: Ausschreibungen fressen Ressourcen

Ein mittelständisches Beratungsunternehmen erhält eine Ausschreibung mit 60 Seiten technischen Anforderungen. Die Frist beträgt 5 Arbeitstage. Ein erfahrener Projektleiter verbringt 2 Tage damit, die Anforderungen zu lesen und zu strukturieren. Das Schreiben des Angebots dauert weitere 2 bis 3 Tage. Abschlusslektorat und Formatierung kosten noch einmal einen halben Tag. Ergebnis: Das Unternehmen kann monatlich maximal 3 bis 4 Ausschreibungen bearbeiten — und muss bei 70% aller eingegangenen Anfragen passen.

Wie das KI-System funktioniert

Das System nimmt die Ausschreibungsunterlagen — egal ob PDF, Word oder Excel — und verarbeitet sie in mehreren intelligenten Schritten. Zunächst extrahiert es alle funktionalen und technischen Anforderungen, priorisiert sie nach Bewertungsrelevanz und identifiziert kritische Ausschlusskriterien. Im zweiten Schritt gleicht es die Anforderungen mit dem hinterlegten Kompetenzprofil des Unternehmens ab. Im dritten Schritt generiert es eine strukturierte Angebotsgliederung mit vorbefüllten Abschnitten, die der Projektleiter nur noch verfeinern und ergänzen muss — kein Schreiben von Null.

Reale Ergebnisse nach der Implementierung

Nach der Einführung des Systems konnte das Unternehmen die Bearbeitungszeit pro Ausschreibung von durchschnittlich 3,5 Tagen auf unter 6 Stunden senken. Das entspricht einer Effizienzsteigerung von über 70%. Die Anzahl der monatlich bearbeiteten Ausschreibungen stieg von 3 auf 10. Die Fehlerquote beim Übersehen kritischer Anforderungen fiel auf nahezu null, da das KI-System jeden Abschnitt des Quelldokuments systematisch analysiert.

Für welche Unternehmen eignet sich das System?

Das System eignet sich besonders für Unternehmen, die regelmäßig auf öffentliche oder private Ausschreibungen reagieren: IT-Dienstleister, Beratungsunternehmen, Ingenieurbüros, Baufirmen und Systemintegratoren. Auch Unternehmen, die im B2B-Vertrieb komplexe Angebote erstellen müssen, profitieren erheblich. Die Mindestvoraussetzung: Das Unternehmen bearbeitet mindestens 2 bis 3 Ausschreibungen pro Monat.

DSGVO und Datensicherheit

Alle verarbeiteten Ausschreibungsunterlagen und Angebotsdaten bleiben selbstverständlich innerhalb der Unternehmensinfrastruktur. Das System kann vollständig on-premise betrieben werden, oder alternativ in einer deutschen oder EU-zertifizierten Cloud-Umgebung. Eine Weitergabe von Unternehmensdaten an externe KI-Dienste wie ChatGPT oder ähnliche öffentliche APIs findet nicht statt.

Bereit, das in Ihrem Unternehmen umzusetzen?